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Android - günstig einsteigen


Mein Sohn wünscht sich ein Handy, was mehr kann als nur telefonieren. Als Android-Fan befasse ich mich deshalb seit einiger Zeit damit, günstige Einsteigerhandys mit Android zu beobachten. Ich dachte mal, meine Erkenntnisse könnten auch für andere ganz hilfreich sein. Den es gibt Android bereits für unter 100 Euro, was für mich schlicht bedeutet, es gibt keinen Grund ein Handy ohne Android zu kaufen. Jetzt mal von den Nur-Telefonier-Handys abgesehen.

Bereits länger erhältlich sind Acer beTouch, LG GT540 und Samsung Galaxy 550:
  • Acer beTouch E110
    ca. 150 Euro (ohne Vertrag)
    Display: 2,7" 320x240 Pixel
    WLan fehlt, erfüllt damit nicht die kompletten Spezifikationen für Zugang zum Android Markt. D. h. einige Google-Anwendungen sind nicht ohne weiteres benutzbar.

  • LG GT540
    ca. 160 Euro (ohne Vertrag)
    Display 3" 220x480 Pixel
    Erfüllt alle Anforderungen für den Zugriff auf den Android Markt und alle Google Anwendungen.

  • Samsung Galaxy 550
    ca. 175 Euro (ohne Vertrag)
    Display: 2,8" 320x240 Pixel
    WLan und Bluetooth fehlt, erfüllt damit nicht die kompletten Spezifikationen für  Zugang zum Android Markt. D. h. einige Google-Anwendungen sind nicht  ohne weiteres benutzbar.

Nun zu den Newcomern:
  • Vodafone 845
    99,00 Euro (ohne Vertrag)
    Display: 2,8" 320x240 Pixel / Kein Multitouch
    Erfüllt alle Anforderungen für den Zugriff auf den Android Markt und alle Google Anwendungen.
    Das hätte ich fast schon genommen. Allerdings war ich in einem echten Vodafone-Laden und dort hatten sie es natürlich nicht da. Genau genommen hatten sie noch nicht einmal etwas davon gehört, konnten es aber bestellen. Als ob ich das nicht auch selber könnte. Also der Sinn mancher Ladengeschäfte erschließt sich mir nicht. Aber ich vermisse ja auch in jedem Elektronikmarkt die Suchfunktion und die Bewertungen anderer Kunden. Mir ist es unverständlich wie man dort einkaufen kann.

  • ZTE Blade / Orange San Francisco / Base Lutea
    ca. 100 Euro (aber so einfach ist das ohne Vertrag nicht)
    Display: 3,5" 800x480 Pixel
    Erfüllt alle Anforderungen für den Zugriff auf den Android Markt und alle Google Anwendungen.
    ZTE ist ein bisher unbekannter Hersteller, das Handy wird unter anderen Namen angeboten. Schon erhältlich ist es in Englang bei Orange unter dem Namen San Francisco. Dort kostet es als Prepaid-Handy 99 Pfund, im Internet finden sich zahlreiche Anleitungen, wie man das Teil nach Deutschland bekommt. Eine direkte Bestellung geht nämlich nicht, außerdem muss man die Festlegung aufs Orange-Netz umgehen. Wie bei fast jedem Android-Handy gibt es zahlreiche Roms, die das vorgegebene Orange-Branding umgehen. Durch den Umständlichen Bestellprozess muss man mit knapp über 150 Euro rechnen.
    Deutschland:
    Bald ist das Handy direkt in Deutschland erhältlich. Bei ePlus als Base Lutea. Angeboten wird es vermutlich nur mit einem Vertrag inkl. Datenflatrate (Drosselung ab 200 MB). Dieser Vertrag kostet 4 Euro pro Monat mehr als ohne Handy. Bei 2 Jahren Laufzeit macht das rechnerisch einen Preis von 4x24=96 Euro. Für die technischen Daten ist das ein absolutes Schnäppchen. Auf den ersten Blick kann es mit meinem High-End-Android HTC Desire durchaus mithalten. Natürlich ist der Prozessor schwächer und es gibt weitere Einschränkungen. Aber das Display mit 800x480 Pixeln ist für diesen Preis einfach der Hammer.
    Besitzer des englischen Geräts sind jedenfalls sehr zufrieden damit, was man in Internetforen so liest. Die deutsche Version wird leichte Änderungen der Hardware haben. So hat die Kamera 5 statt 3,2 Megapixel. Wobei ich mir auch davon keine echte Qualität erwarte. 8-)
    Das Display des San Francisco ist ein OLED-Display, in Deutschland wird es ein LCD sein.
    Jedenfalls wird es mit hoher Sicherheit das sein, was mein Sohn bekommt. Wobei ich ausdrücklich erwähnen möchte, dass es sich um ein mächtiges Gerät handelt. Bevor man das einem Kind überlässt, sollte man wissen, was man tut.

Ausblick:
Also wäre ich Programmierer und hätte vielleicht sogar Erfahrungen mit Spieleprogrammierung(*), würde ich mich verstärkt mit Android befassen. Bei solchen Geräten zu diesen Preisen macht es einfach wenig Sinn, sich einen Gameboy anzuschaffen. Am meisten Chancen gebe ich Spielen, die nach dem guten, alten Arcade-Prinzip funktionieren. Schnell reinkommen, Spaß haben, nicht lange spielen müssen. Das große Comeback alter Spielprinzipien. Ach und übrigens: Ich habe auch schon erlebt wie Kinder eine Wii gnadenlos stehen lassen, wenn sie die Chance haben mit einem Android-Handy zu spielen.

*: Disclaimer: Natürlich meine ich mich damit selbst. Für manche Dinge muss man sich ja irgendwie motivieren. 8-)


Update vom 4.12.:
News zum ZTE Blade:
Das Base Lutea ist seit gestern bestellbar: http://www.base.de/Handys/BASE-lutea.aspx
Einen ersten Test gibt es bei Teltarif.
Und hier ein Video von androidnews.de:

T-Mobile Ungarn hat in einer Pressemeldung angekündigt, das ZTE Blade unter dem Namen anzubieten. Damit wird langsam die Marke ZTE bekannt. Ich erinnere mich, wie bei meinem QTEK vor einigen Jahren auch keiner den eigentlichen Hersteller HTC kannte.
Hinweis: In den Kommentaren stellt Thomas zwei Android-Handys in der Kategorie über 200 Euro vor.



Artikel veröffentlicht von Horst am 28.11.2010 um 13:53 Uhr.

2 Kommentare.

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handy android




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Bisher It was not possible to find the page with give param info=1.15 Kommentare:
Thomas sagte am 03.12.2010 um 23:06 Uhr:
Super Auflistung, Horst.
Ich möchte hier noch auf zwei weitere Android-Handys hinweisen, die knapp über 200,-€ kosten:
Das Samsung Galaxy 3 I5800, quasi der kleine Bruder vom I9000, sowie das LG P500 Optimus One. Das erste habe ich meiner Gattin bestellt und das zweite benutze ich selbst.
Das Samsung ist nach meinem Geschmack zu sehr "gesamsungt", viele Defaults, die mir nicht gefallen würden. Dafür hat es aber von Haus aus ein Swype-Keyboard.
Beim P500 muss ich wirklich sagen, dass ich mir da das richtige geholt hab. Ich hatte das Samsung I9000 oder einer HTC Desire HD ins Auge gefasst, bin aber froh, dass ich mir das Geld gespart habe. Beide Handys halten getrost 2 Tage durch, bis sie wieder an die Dose müssen.

BTW: Habe gerade meinen/deinen Testbericht für das Archos online gestellt :-)

Horst sagte am 04.12.2010 um 11:56 Uhr:
Die 200 Euro Grenze wollte ich bewusst nicht reißen. Das ist auch ein soziales Problem, da ich nicht will, dass mein Sohn mit einem "Angeberhandy" für viel zu viel Geld in der Schule auftaucht. Das ist gegenüber den anderen Eltern nicht fair. Aber eines für 100-150 Euro ist da eben schon OK. Ein Nintendo DS kostet ja auch soviel. Da gibt es schon ein paar unter den Mitschülern. Bei einer Waldorfschule ist das ja immer auch ein heikles Thema, weil dort viel Wert auf Medienkompetenz gelegt wird, bevor man mit dem Medium umgeht. Für mich ist das irgendwie doppelt schwer. Da ist es aber wieder ein Vorteil, wenn die Kinder die gleiche Technik benutzen wie ich.

Danke für den Archos-Test. Ich habe dort schon kommentiert.

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